Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

für Beratung, Coaching, Mentoring, Gruppenformate, Workshops, Done-for-you-Dienstleistungen sowie digitale Inhalte und digitale Dienstleistungen

Anbieterin Kristin Buchholtz
Anschrift Moorackerweg 13, 25885 Ahrenviöl
Telefon +49 4847 8094751
E-Mail kristin.buchholtz@kristinbuchholtz.de
Website https://www.kristinbuchholtz.de

Stand: 27. Juli 2026


Inhaltsübersicht

1. Geltungsbereich und Begriffe

2. Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung

• 3. Charakter der Angebote und Fernunterrichtsschutzgesetz

• 4. Vertragsschluss und technische Plattformen

5. Verbraucherinformationen und elektronischer Geschäftsverkehr

6. Preise, Rechnungsstellung und Zahlung

7. Leistungserbringung, Mitwirkung und technische Voraussetzungen

8. Beratung, Coaching, Mentoring und Done-for-you-Leistungen

9. Einzeltermine, Gruppenformate und Workshops

10. Absage und Verlegung durch die Anbieterin

11. Digitale Inhalte und digitale Dienstleistungen

12. Kundenkonto und Zugangsschutz

13. Nutzungsrechte und geistiges Eigentum

14. Vertraulichkeit, Gruppenregeln und Aufzeichnungen

15. Laufzeit und Kündigung

16. Zahlungsverzug und Leistungssperre

17. Höhere Gewalt

18. Haftung

19. Datenschutz

20. Widerrufsrecht für Verbraucher

21. Beschwerden und Verbraucherstreitbeilegung

22. Rechtswahl, Gerichtsstand und Schlussbestimmungen

Anlage 1: Verbraucherinformationen und Widerrufsbelehrung

Anlage 2: Muster-Widerrufsformular

1. Geltungsbereich und Begriffe

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Verträge zwischen Kristin Buchholtz, Moorackerweg 13, 25885 Ahrenviöl (nachfolgend „Anbieterin“), und ihren Kunden über die in diesen AGB beschriebenen Leistungen, sofern die Anbieterin im jeweiligen Angebot oder Bestellvorgang als Vertragspartnerin ausgewiesen ist.

(2) „Verbraucher“ ist jede natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. „Unternehmer“ ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Vertragsschluss in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt. „Kunde“ bezeichnet Verbraucher und Unternehmer gemeinsam.

(3) Maßgeblich ist die bei Vertragsschluss einbezogene Fassung dieser AGB. Individuelle Vereinbarungen, die im Angebot, in der Leistungsbeschreibung oder in einer gesonderten Vereinbarung getroffen werden, gehen diesen AGB vor.

(4) Abweichende Geschäftsbedingungen eines Unternehmers gelten nur, wenn die Anbieterin ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.

(5) Vertragssprache ist Deutsch. Übersetzungen dienen nur der Information; maßgeblich ist die deutsche Fassung.

(6) Wird auf der Bestellseite oder im Bestellprozess eine andere Person oder Gesellschaft als Verkäuferin beziehungsweise Vertragspartnerin ausgewiesen, kommt der Kauf- oder Dienstleistungsvertrag mit dieser Stelle zustande. Deren Vertragsbedingungen und Widerrufsinformationen gehen für Verkauf, Zahlung und Widerruf vor. Diese AGB gelten in diesem Fall nur, soweit sie ausdrücklich ergänzend für die Nutzung oder Durchführung der von Kristin Buchholtz bereitgestellten Leistung einbezogen werden.

2. Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung

(1) Mögliche Vertragsgegenstände sind insbesondere individuelle Beratung, Coaching, Mentoring, Gruppenformate, Workshops, Live-Veranstaltungen, Done-for-you-Dienstleistungen, digitale Inhalte, digitale Dienstleistungen, Mitgliederbereiche und Kombinationen dieser Leistungen.

(2) Art, Inhalt, Umfang, Laufzeit, Termine, Vergütung, Zugangsdauer, enthaltene Materialien und technische Voraussetzungen ergeben sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung, dem individuellen Angebot und der Bestellübersicht. Diese Angaben werden Vertragsbestandteil.

(3) Bei Beratung, Coaching und Mentoring wird – soweit nicht ausdrücklich ein bestimmtes Werk oder ein konkreter Erfolg vereinbart ist – eine Dienstleistung, nicht aber ein bestimmter persönlicher, gesundheitlicher, beruflicher oder wirtschaftlicher Erfolg geschuldet.

(4) Bei Done-for-you-Leistungen bestimmt das individuelle Angebot, ob eine Dienstleistung oder ein abnahmefähiges Werk geschuldet ist. Abnahmefristen, Korrekturschleifen und Nutzungsrechte gelten nur, wenn sie im Angebot ausdrücklich vereinbart sind.

(5) Prüfungen, staatlich anerkannte Abschlüsse, Zertifizierungen oder eine bestimmte berufliche Qualifikation werden nur geschuldet, wenn dies in der Leistungsbeschreibung ausdrücklich zugesagt ist.

(6) Die Anbieterin darf qualifizierte Mitarbeitende oder Erfüllungsgehilfen einsetzen, soweit nicht ausdrücklich eine persönliche Leistung durch Kristin Buchholtz vereinbart ist und berechtigte Interessen des Kunden nicht entgegenstehen.

(7) Unwesentliche Änderungen von Ablauf, Reihenfolge, Arbeitsmaterialien oder eingesetzten technischen Diensten sind zulässig, wenn sie aus sachlichem Grund erforderlich, für den Kunden zumutbar sind und den Gesamtcharakter sowie den vereinbarten Nutzen der Leistung nicht wesentlich verändern. Gesetzliche Rechte bei wesentlichen Änderungen bleiben unberührt.

3. Charakter der Angebote und Fernunterrichtsschutzgesetz

(1) Die als Beratung, Coaching, Mentoring oder Gruppenbegleitung angebotenen Leistungen sind auf individuelle, beratungs- und prozessorientierte Unterstützung ausgerichtet. Im Mittelpunkt stehen die konkrete Situation des Kunden, Reflexion, Entscheidungsfindung und persönliche Umsetzung. Soweit in der jeweiligen Produktbeschreibung nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist, wird keine standardisierte Ausbildung mit verbindlichem Lehrplan, einheitlich vorgegebenen Lernzielen, Prüfungen oder anerkanntem Abschluss geschuldet.

(2) Bei Angeboten, die in der Produktbeschreibung als überwiegend live begleitet bezeichnet sind, besteht mehr als die Hälfte des dort ausgewiesenen zeitlichen Programmumfangs aus synchronen Live-Sitzungen, beispielsweise 1:1-Videogesprächen, Gruppen-Calls oder Live-Webinaren, mit bidirektionaler Echtzeitkommunikation. Die Teilnehmer können ohne besondere Hürden unmittelbar Fragen stellen und auf Inhalte reagieren. Die Live-Sitzungen dienen der moderierten Beratung, persönlichen Begleitung und dem Erfahrungsaustausch. Der konkrete Anteil von Live- und Selbstlernanteilen ergibt sich aus der Produktbeschreibung. Ein Anspruch auf Aufzeichnung oder Bereitstellung von Mitschnitten besteht nur, wenn dies ausdrücklich zugesagt ist. Werden ausnahmsweise Aufzeichnungen oder Zusammenfassungen bereitgestellt, werden deren Umfang und Abrufdauer in der Produktbeschreibung angegeben und bei der rechtlichen Einordnung des Gesamtformats berücksichtigt.

(3) Soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart, finden keine Prüfungen, Benotungen, verpflichtenden Einsendeaufgaben, Korrekturen, Zertifizierungen, standardisierten Teilnahme- oder Leistungsüberprüfungen und keine systematische Kontrolle des individuellen Lernerfolgs statt. Arbeitsblätter, Reflexionsfragen, Videos, Audios, PDF-Unterlagen und sonstige Materialien dienen der eigenverantwortlichen Auseinandersetzung und persönlichen Umsetzung durch den Kunden. Eine individuelle Bewertung eines Lernergebnisses wird nicht geschuldet.

(4) Bei digitalen Selbstlernprodukten oder Onlinekursen, die über eine technische Plattform wie ablefy bereitgestellt werden, werden die Inhalte zur selbstständigen Nutzung zur Verfügung gestellt. Inhaltliche Rückfragen, individuelles Feedback, Korrekturen, Bewertungen oder eine Überwachung des Lernerfolgs sind nur geschuldet, wenn dies in der Produktbeschreibung ausdrücklich vereinbart ist. Technischer Support zum Zugang sowie organisatorische Hinweise stellen keine Zusage einer inhaltlichen Lernerfolgskontrolle dar.

(5) Bei den in den Absätzen 1 bis 3 beschriebenen, überwiegend synchron und bidirektional durchgeführten Live-Formaten gehen die Parteien davon aus, dass keine überwiegende räumliche Trennung im Sinne des § 1 Absatz 1 Nummer 1 FernUSG vorliegt. Bei rein beratungs- und prozessorientierten Formaten ohne standardisierte Wissensvermittlung und ohne individuelle Lernerfolgskontrolle gehen die Parteien ebenfalls davon aus, dass kein Fernunterricht vorliegt. Diese Regelungen beschreiben den vereinbarten Leistungscharakter; sie schließen zwingendes Recht nicht aus. Für die rechtliche Einordnung sind die konkrete Produktbeschreibung, die vertraglich vereinbarte Gesamtstruktur und die tatsächliche Durchführung maßgeblich.

(6) Erfüllt ein konkretes Angebot die gesetzlichen Merkmale des Fernunterrichts, insbesondere eine entgeltliche Vermittlung von Kenntnissen oder Fähigkeiten bei ausschließlicher oder überwiegender räumlicher Trennung und Überwachung des Lernerfolgs, gelten die zwingenden Vorschriften des FernUSG. Soweit für ein Angebot eine behördliche Zulassung erforderlich ist, wird es nur mit der erforderlichen Zulassung durchgeführt; die Zulassungsnummer wird in der Produktbeschreibung und den Vertragsinformationen angegeben.

4. Vertragsschluss und technische Plattformen

4.1 Individuelle Angebote und Verträge per E-Mail oder Videogespräch

(1) Erstgespräche, Telefonate und Videogespräche dienen grundsätzlich der Klärung des Bedarfs und sind unverbindlich, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes erklärt wird.

(2) Vor Vertragsschluss erhält der Kunde die wesentlichen Leistungsmerkmale, den Preis, diese AGB und – soweit erforderlich – die Verbraucher- und Widerrufsinformationen. Ein Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde ein verbindliches Angebot der Anbieterin innerhalb der darin genannten Frist annimmt oder die Anbieterin eine Bestellung des Kunden in Textform bestätigt.

(3) Ein rein mündlicher Vertragsschluss erfolgt nur, wenn dies ausdrücklich vereinbart und anschließend von der Anbieterin in Textform bestätigt wird. Zwingende Informations- und Widerrufsvorschriften bleiben unberührt.

4.2 Online-Bestellungen im eigenen Namen

(1) Die Darstellung von Leistungen auf der Website oder einer Verkaufsplattform ist grundsätzlich eine Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung und noch kein bindendes Angebot, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet ist.

(2) Der Kunde wählt die gewünschte Leistung, gibt die erforderlichen Daten ein und kann Eingabefehler vor Abgabe der Bestellung erkennen und berichtigen. Mit Betätigung einer eindeutig auf die Zahlungspflicht hinweisenden Schaltfläche gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab.

(3) Der Vertrag kommt mit Zugang der Vertrags- oder Bestellbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger zustande, sofern im Bestellprozess nicht ausdrücklich ein anderer Zeitpunkt genannt ist. Eine bloße automatische Eingangsbestätigung stellt nur dann die Annahme dar, wenn dies eindeutig erklärt wird.

(4) Der Kunde erhält die Vertragsbestätigung einschließlich der maßgeblichen Vertragsinformationen, AGB und Widerrufsinformationen innerhalb angemessener Frist, spätestens vor Beginn der Dienstleistung beziehungsweise vor Bereitstellung digitaler Inhalte.

4.3 Technische Bereitstellung über ablefy

(1) Die Anbieterin kann ablefy als technische Kursplattform einsetzen, über die Kunden nach Vertragsschluss Onlinekurse, Videos, Audios, PDF-Unterlagen, Downloads oder Inhalte eines Mitgliederbereichs abrufen können. Der Kunde erhält – soweit vereinbart nach Eingang der fälligen Zahlung – einen persönlichen Zugang oder einen Freischaltlink.

(2) Wird ablefy ausschließlich zur Kursbereitstellung und Zugangsverwaltung eingesetzt, bleibt die im jeweiligen Vertrag bezeichnete Anbieterin Vertragspartnerin des Kunden. Sofern ablefy später zusätzlich für die Bestellabwicklung, Zahlungsabwicklung oder Rechnungsstellung genutzt wird, werden die eingesetzten Funktionen und die Identität der Verkäuferin beziehungsweise Vertragspartnerin vor Abgabe der Bestellung auf der Bestellseite eindeutig angezeigt.

(3) Verkauft die Anbieterin im eigenen Namen, gelten diese AGB für den Vertrag. Wird auf der Bestellseite eine andere Gesellschaft ausdrücklich als Verkäuferin oder Vertragspartnerin ausgewiesen, gelten für Verkauf, Zahlung, Rechnung und Widerruf vorrangig deren Vertragsbedingungen und Widerrufsinformationen. Diese AGB gelten dann nur, soweit sie ausdrücklich ergänzend für die Nutzung oder Durchführung der von Kristin Buchholtz bereitgestellten Leistung einbezogen werden.

(4) Zugänge zu Onlinekursen und Mitgliederbereichen sind persönlich und nicht übertragbar. Zugriffsdauer, Freischaltung, technische Voraussetzungen und gegebenenfalls enthaltene Begleitangebote ergeben sich aus der Produktbeschreibung.

(5) Die Anbieterin darf ablefy durch eine funktional gleichwertige Plattform ersetzen, wenn hierfür ein sachlicher Grund besteht, der Wechsel für den Kunden zumutbar ist und der vereinbarte Zugang sowie der wesentliche Leistungsumfang erhalten bleiben. Der Kunde wird über einen erforderlichen Plattformwechsel rechtzeitig informiert. Gesetzliche Rechte bleiben unberührt.

5. Verbraucherinformationen und elektronischer Geschäftsverkehr

(1) Verbraucher erhalten vor Abgabe ihrer Bestellung insbesondere Informationen über die wesentlichen Eigenschaften der Leistung, Identität und Kontaktdaten der Vertragspartnerin, den Gesamtpreis, Zahlungs- und Leistungsbedingungen, Laufzeit, Kündigungsbedingungen, technische Voraussetzungen, gesetzliche Mängelrechte und das Widerrufsrecht.

(2) Die Vertragsbestimmungen einschließlich dieser AGB können vor Abgabe der Bestellung abgerufen und gespeichert werden. Der Zugang der Bestellung wird unverzüglich elektronisch bestätigt.

(3) Soweit ein Verbrauchervertrag über eine Online-Bestellseite geschlossen wird und ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht, wird während der Widerrufsfrist eine gesetzeskonforme elektronische Widerrufsfunktion bereitgestellt. Der konkrete Ort oder Link wird nach Einrichtung des Bestellprozesses in der Widerrufsbelehrung angegeben. Wird der Vertrag ausschließlich durch individuelle Kommunikation, beispielsweise per E-Mail, geschlossen, richtet sich die Ausübung des Widerrufsrechts nach der Widerrufsbelehrung und den dort genannten Kontaktwegen.

(4) Soweit ein entgeltlicher Verbrauchervertrag über ein Dauerschuldverhältnis online abgeschlossen werden kann und die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, wird eine gesetzeskonforme elektronische Kündigungsfunktion bereitgestellt.

(5) Der Vertragstext wird nach Vertragsschluss von der Anbieterin beziehungsweise der eingesetzten Verkaufsplattform gespeichert, soweit dies zur Vertragsabwicklung oder aufgrund gesetzlicher Aufbewahrungspflichten erforderlich ist. Ein dauerhafter Onlinezugang für den Kunden besteht nur, wenn dies im Bestellprozess oder Kundenkonto ausdrücklich angeboten wird. Der Kunde erhält eine Vertragsbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger und sollte diese für seine Unterlagen speichern.

(6) Die Anbieterin unterwirft sich keinem besonderen Verhaltenskodex, sofern im konkreten Angebot oder Bestellprozess nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist.

6. Preise, Rechnungsstellung und Zahlung

(1) Gegenüber Verbrauchern werden Gesamtpreise einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile angegeben, soweit Umsatzsteuer anfällt. Gegenüber Unternehmern kann ein Nettopreis zuzüglich Umsatzsteuer ausgewiesen werden, wenn dies eindeutig gekennzeichnet ist. Maßgeblich ist die Preisangabe im konkreten Angebot oder Bestellprozess.

(2) Zahlungsweise, Fälligkeit und gegebenenfalls Zahlungsplan ergeben sich aus dem Angebot oder Bestellprozess. Rechnungen dürfen elektronisch, insbesondere als PDF per E-Mail oder über die Verkaufsplattform, bereitgestellt werden.

(3) Die auf der jeweiligen Bestellseite tatsächlich verfügbaren Zahlungsmittel sowie die Bedingungen eines gegebenenfalls eingebundenen Zahlungsdienstleisters werden vor Vertragsschluss angezeigt. Die Anbieterin ist nicht verpflichtet, dauerhaft eine bestimmte Zahlungsart anzubieten.

(4) Soweit im Angebot ausdrücklich vorgesehen, darf der Zugang zu einer Leistung bis zum Eingang einer fälligen Zahlung zurückgehalten werden. Zwingende Rechte des Kunden, insbesondere bei wirksamem Widerruf oder berechtigter Zurückbehaltung, bleiben unberührt.

(5) Raten- oder Teilzahlungen gelten nur, wenn sie ausdrücklich vereinbart sind. Ein gegebenenfalls höherer Gesamtpreis muss vor Vertragsschluss klar ausgewiesen werden. Wird die Finanzierung oder Ratenzahlung durch einen externen Zahlungsdienstleister angeboten, gelten dessen gesonderte Bedingungen. Eine entgeltliche Finanzierungshilfe durch die Anbieterin entsteht nicht allein aufgrund dieser AGB; sie bedarf einer gesonderten, den gesetzlichen Anforderungen entsprechenden Vereinbarung.

(6) Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen. Gegenüber Unternehmern kann zusätzlich die gesetzliche Verzugspauschale verlangt werden. Weitere Schäden werden nur in tatsächlich entstandener und gesetzlich ersatzfähiger Höhe geltend gemacht.

(7) Der Kunde kann mit Gegenforderungen aufrechnen, wenn diese unbestritten, rechtskräftig festgestellt oder aus demselben Vertragsverhältnis entstanden sind. Gesetzliche Aufrechnungsrechte des Verbrauchers bleiben unberührt. Ein Zurückbehaltungsrecht kann der Kunde ausüben, soweit es auf demselben Vertragsverhältnis beruht.

7. Leistungserbringung, Mitwirkung und technische Voraussetzungen

(1) Leistungszeit, Leistungsort und Kommunikationswege ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung oder dem individuellen Angebot. Online-Termine können über eine vorab benannte Videokonferenzplattform stattfinden.

(2) Der Kunde stellt rechtzeitig die für die Leistung erforderlichen Informationen, Unterlagen, Freigaben und Zugänge bereit. Er ist für die Richtigkeit und Rechtmäßigkeit der von ihm bereitgestellten Inhalte verantwortlich.

(3) Verzögert sich die Leistung aus einem vom Kunden zu vertretenden Grund, verlängern sich vereinbarte Leistungsfristen angemessen. Nach vorherigem Hinweis darf die Anbieterin einen nachweisbaren und erforderlichen Mehraufwand berechnen, soweit dieser nicht bereits mit der Vergütung abgegolten ist.

(4) Der Kunde ist für einen geeigneten Internetzugang, kompatible Endgeräte, aktuelle Software und die sichere Verwahrung seiner Zugangsdaten verantwortlich. Die Anbieterin bleibt für die Vertragsmäßigkeit der von ihr geschuldeten digitalen Produkte und Dienste verantwortlich.

(5) Technische Mindestanforderungen, Kompatibilität und Interoperabilität werden, soweit relevant, vor Vertragsschluss in der Produktbeschreibung angegeben.

8. Beratung, Coaching, Mentoring und Done-for-you-Leistungen

(1) Beratung, Coaching und Mentoring sind kooperative Prozesse. Der Kunde entscheidet eigenverantwortlich, ob und wie er Anregungen, Strategien oder Arbeitsergebnisse umsetzt.

(2) Die Anbieterin schuldet keine Garantie für einen bestimmten wirtschaftlichen, beruflichen, persönlichen oder sonstigen Erfolg. Aussagen über mögliche Ergebnisse sind keine Beschaffenheits- oder Erfolgsgarantie, sofern sie nicht ausdrücklich als solche vereinbart werden.

(3) Die Leistungen ersetzen keine medizinische, psychotherapeutische, heilkundliche, rechtsanwaltliche oder steuerberatende Behandlung beziehungsweise Beratung. Bei entsprechenden Fragestellungen ist fachlich qualifizierte Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

(4) Done-for-you-Leistungen werden nach dem individuellen Briefing und Angebot erbracht. Der Kunde prüft Entwürfe und Arbeitsergebnisse zeitnah und erteilt erforderliche Rückmeldungen oder Freigaben. Gesetzliche Mängelrechte bleiben unberührt.

9. Einzeltermine, Gruppenformate und Workshops

9.1 Einzeltermine

(1) Einzeltermine können bis 48 Stunden vor dem vereinbarten Beginn kostenfrei verlegt oder abgesagt werden, soweit im Angebot keine für den Kunden günstigere Regelung vorgesehen ist.

(2) Bei einer vom Kunden zu vertretenden Absage zwischen 48 und 24 Stunden vor Terminbeginn kann die Anbieterin 50 Prozent, bei einer Absage weniger als 24 Stunden vor Terminbeginn oder bei Nichterscheinen 100 Prozent des auf den Termin entfallenden Entgelts als pauschalierten Ausfallschaden verlangen. Ersparte Aufwendungen und eine mögliche anderweitige Belegung werden berücksichtigt.

(3) Dem Kunden bleibt ausdrücklich der Nachweis gestattet, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Der Anbieterin bleibt der Nachweis eines höheren Schadens vorbehalten. War der Kunde ohne eigenes Vertreten an der Teilnahme gehindert, gelten die gesetzlichen Regelungen; die Parteien bemühen sich vorrangig um einen Ersatztermin.

(4) Bei verspätetem Erscheinen des Kunden endet der Termin grundsätzlich zum ursprünglich vereinbarten Zeitpunkt. Dies gilt nicht, soweit die Verspätung von der Anbieterin zu vertretend ist.

9.2 Gruppenformate und Workshops

(1) Termine, Mindestteilnehmerzahl, Durchführungsform und etwaige Ersatzleistungen ergeben sich aus der Produktbeschreibung. Eine Mindestteilnehmerzahl muss vor Vertragsschluss angegeben sein, wenn die Durchführung davon abhängt.

(2) Nimmt der Kunde aus einem in seiner Sphäre liegenden Grund nicht an einem ordnungsgemäß angebotenen Gruppentermin teil, besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Erstattung oder einen Einzelersatztermin. Gesetzliche Widerrufs-, Kündigungs- und Mängelrechte bleiben unberührt.

(3) Ein Anspruch auf Aufzeichnung oder spätere Bereitstellung eines Live-Termins besteht nur, wenn dies in der Leistungsbeschreibung zugesagt ist.

(4) Die Anbieterin darf eine angekündigte Leitungsperson durch eine fachlich geeignete Person ersetzen, soweit die persönliche Durchführung durch eine bestimmte Person nicht ausdrücklich vereinbart wurde und der Austausch dem Kunden zumutbar ist.

(5) Stört ein Teilnehmer trotz Abmahnung erheblich den Ablauf, verletzt er Rechte anderer oder verstößt er schwerwiegend gegen Vertraulichkeits- oder Verhaltensregeln, kann er von einzelnen Terminen oder – bei Unzumutbarkeit der Fortsetzung – vom Vertrag ausgeschlossen werden. Eine Abmahnung ist bei besonders schwerwiegenden oder dringenden Verstößen entbehrlich. Vergütung und Erstattung richten sich nach dem Wert der bis dahin erbrachten Leistungen und den gesetzlichen Vorschriften; eine pauschale Einbehaltung für noch nicht erbrachte Leistungen findet nicht statt.

10. Absage und Verlegung durch die Anbieterin

(1) Die Anbieterin darf Termine aus wichtigem sachlichem Grund, insbesondere wegen Krankheit, technischer Störungen, höherer Gewalt oder Nichterreichens einer vorab angegebenen Mindestteilnehmerzahl, absagen oder verlegen.

(2) Die Anbieterin informiert den Kunden so früh wie möglich und bietet vorrangig einen zumutbaren Ersatztermin oder eine gleichwertige Ersatzleistung an.

(3) Ist eine Ersatzleistung nicht möglich oder eine wesentliche Änderung für den Kunden unzumutbar, kann der Kunde den betroffenen Leistungsteil beenden und erhält die darauf entfallende, bereits gezahlte Vergütung zurück. Weitergehende Ansprüche richten sich nach der Haftungsregelung in Ziffer 18.

(4) Aufwendungen des Kunden für Reise, Unterkunft oder sonstige Drittkosten werden nur ersetzt, soweit die gesetzlichen Haftungsvoraussetzungen vorliegen.

11. Digitale Inhalte und digitale Dienstleistungen

(1) Digitale Inhalte sind insbesondere Video-, Audio-, Text-, PDF- und Download-Dateien. Digitale Dienstleistungen sind insbesondere Mitgliederbereiche, Online-Plattformen oder sonstige Zugänge, die digitale Funktionen bereitstellen.

(2) Zeitpunkt, Art und Dauer der Bereitstellung ergeben sich aus der Produktbeschreibung. Ein zeitlich unbeschränkter oder „lebenslanger“ Zugang besteht nur, wenn dies ausdrücklich zugesagt ist.

(3) Die Anbieterin stellt digitale Produkte vertragsgemäß bereit und erfüllt die gesetzlichen Aktualisierungs-, Mängel- und Nacherfüllungspflichten. Zwingende Rechte des Verbrauchers nach den gesetzlichen Vorschriften über digitale Produkte bleiben unberührt.

(4) Bei einer dauerhaften Bereitstellung darf die Anbieterin Änderungen über die zur Aufrechterhaltung der Vertragsmäßigkeit erforderlichen Maßnahmen hinaus nur aus einem im Vertrag angelegten triftigen Grund vornehmen, insbesondere wegen geänderter Rechtslage, Sicherheitsanforderungen, technischer Weiterentwicklung, notwendiger Kompatibilitätsanpassungen oder einer inhaltlichen Aktualisierung, sofern dem Verbraucher keine zusätzlichen Kosten entstehen und er klar informiert wird.

(5) Beeinträchtigt eine Änderung die Zugriffsmöglichkeit oder Nutzbarkeit mehr als unerheblich, wird der Verbraucher innerhalb angemessener Frist vorab auf einem dauerhaften Datenträger über die Änderung, ihren Zeitpunkt und seine gesetzlichen Rechte informiert. Gesetzliche Beendigungsrechte bleiben unberührt.

(6) Kurzzeitige Unterbrechungen aufgrund notwendiger Wartung, Sicherheitsmaßnahmen oder nicht von der Anbieterin beherrschbarer Störungen sind möglich. Die Anbieterin bemüht sich um eine angemessene Verfügbarkeit und schnelle Störungsbeseitigung. Gesetzliche Rechte bei nicht vertragsgemäßer Bereitstellung bleiben unberührt.

(7) Das vorzeitige Erlöschen des Widerrufsrechts bei nicht auf einem körperlichen Datenträger bereitgestellten digitalen Inhalten setzt die gesetzlich erforderlichen ausdrücklichen Erklärungen und die Vertragsbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger voraus.

12. Kundenkonto und Zugangsschutz

(1) Soweit ein Kundenkonto erforderlich ist, ist der Zugang persönlich und nicht übertragbar. Der Kunde hat Zugangsdaten geheim zu halten und unbefugten Zugriff unverzüglich mitzuteilen.

(2) Bei konkretem Verdacht auf missbräuchliche Nutzung, erhebliche Vertragsverstöße oder Sicherheitsrisiken darf die Anbieterin den Zugang vorübergehend sperren, soweit dies verhältnismäßig ist. Der Kunde wird grundsätzlich vorher angehört oder abgemahnt; bei dringender Gefahr oder schwerwiegendem Verstoß kann die Sperre sofort erfolgen.

(3) Eine dauerhafte Sperre oder Vertragsbeendigung ist nur zulässig, wenn die Fortsetzung unzumutbar ist oder gesetzliche Voraussetzungen vorliegen. Bereits gezahlte Vergütung für noch nicht erbrachte Leistungen wird nach den gesetzlichen Vorschriften abgerechnet.

(4) Automatisierte Zugriffe, Umgehung technischer Schutzmaßnahmen, Scraping oder die Weitergabe von Zugängen sind untersagt, soweit nicht zwingende gesetzliche Rechte entgegenstehen.

13. Nutzungsrechte und geistiges Eigentum

(1) Urheberrechte, Markenrechte und sonstige Schutzrechte an Unterlagen, Methoden, Konzepten, Videos, Audios, Texten, Vorlagen und digitalen Produkten verbleiben bei der Anbieterin beziehungsweise den jeweiligen Rechteinhabern.

(2) Der Kunde erhält für die vereinbarte Zugriffsdauer ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares Recht, die bereitgestellten Inhalte für den vertraglich vorgesehenen eigenen Zweck zu nutzen. Eine geschäftliche interne Nutzung ist nur umfasst, soweit dies aus der Produktbeschreibung hervorgeht.

(3) Nicht gestattet sind insbesondere Veröffentlichung, Weitergabe, Unterlizenzierung, Verkauf, Vermietung, öffentliche Wiedergabe, systematische Vervielfältigung oder Verwendung zur Erstellung eines konkurrierenden Angebots, sofern die Anbieterin nicht vorher in Textform zugestimmt hat.

(4) Zwingende gesetzliche Nutzungsbefugnisse, insbesondere urheberrechtliche Schranken, bleiben unberührt.

(5) Stellt der Kunde eigene Inhalte bereit, versichert er, über die erforderlichen Rechte zu verfügen. Er räumt der Anbieterin die zur Vertragsdurchführung notwendige, zeitlich auf die Durchführung beschränkte Nutzungserlaubnis ein.

(6) Die Nutzung von Namen, Logo, Aussagen oder Arbeitsergebnissen des Kunden als Referenz erfolgt nur auf Grundlage einer gesonderten Zustimmung.

14. Vertraulichkeit, Gruppenregeln und Aufzeichnungen

(1) Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei, die ihnen im Zusammenhang mit dem Vertrag bekannt werden, vertraulich und verwenden sie nur zur Vertragsdurchführung.

(2) In Gruppenformaten gilt die Vertraulichkeitspflicht auch für persönliche, geschäftliche und sonstige nicht öffentliche Informationen anderer Teilnehmer.

(3) Nicht vertraulich sind Informationen, die nachweislich bereits bekannt waren, ohne Pflichtverletzung öffentlich bekannt sind, rechtmäßig von Dritten erlangt wurden oder unabhängig entwickelt wurden.

(4) Gesetzliche Offenlegungspflichten und die Weitergabe an zur Verschwiegenheit verpflichtete Berater bleiben zulässig. Soweit möglich, wird die andere Partei vor einer Offenlegung informiert.

(5) Audio-, Video- oder Bildschirmaufzeichnungen, Screenshots und Mitschnitte durch Teilnehmer sind ohne vorherige Zustimmung der Anbieterin und der betroffenen Personen nicht gestattet.

(6) Aufzeichnungen durch die Anbieterin erfolgen nur nach vorheriger transparenter Information und, soweit erforderlich, gesonderter Einwilligung der betroffenen Personen. Eine Einwilligung kann mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden; gesetzliche Aufbewahrungspflichten und bereits rechtmäßig erfolgte Verarbeitungen bleiben unberührt.

15. Laufzeit und Kündigung

(1) Einmalige Leistungen enden mit vollständiger Erbringung. Befristete Programme enden mit Ablauf der vereinbarten Laufzeit, ohne dass es einer Kündigung bedarf.

(2) Laufzeit, Mindestvertragsdauer, Kündigungsfrist und eine mögliche Verlängerung von Abonnements oder Mitgliedschaften werden vor Vertragsschluss in der Produktbeschreibung angegeben.

(3) Eine anfängliche feste Vertragslaufzeit von mehr als zwei Jahren wird gegenüber Verbrauchern nicht vereinbart.

(4) Eine stillschweigende Verlängerung eines Verbrauchervertrags über regelmäßig wiederkehrende Leistungen erfolgt nur auf unbestimmte Zeit. Der Verbraucher kann den verlängerten Vertrag jederzeit mit einer Frist von höchstens einem Monat kündigen. Eine für den Verbraucher längere Bindung oder Kündigungsfrist wird nicht vereinbart.

(5) Kündigungen können mindestens in Textform, insbesondere per E-Mail, erklärt werden. Soweit gesetzlich erforderlich, steht zusätzlich eine elektronische Kündigungsfunktion zur Verfügung.

(6) Gesetzliche Rechte zur außerordentlichen Kündigung, insbesondere aus wichtigem Grund, sowie gesetzliche Kündigungsrechte bei Diensten besonderer Vertrauensstellung bleiben unberührt.

(7) Nach Vertragsbeendigung ist die Vergütung für ordnungsgemäß erbrachte Leistungen zu zahlen. Vorauszahlungen für nicht mehr zu erbringende Leistungen werden nach den gesetzlichen Vorschriften erstattet. Schadensersatzansprüche bleiben bei Vorliegen ihrer Voraussetzungen unberührt.

(8) Der Zugriff auf zeitlich begrenzte digitale Inhalte endet mit Ablauf der vereinbarten Zugriffsdauer oder wirksamer Vertragsbeendigung. Gesetzliche Rechte des Verbrauchers an von ihm bereitgestellten oder erstellten Inhalten bleiben unberührt.

16. Zahlungsverzug und Leistungssperre

(1) Befindet sich der Kunde mit einer fälligen Zahlung in Verzug, darf die Anbieterin nach vorheriger Mahnung und angemessener Ankündigung weitere Leistungen oder Zugänge vorübergehend aussetzen, soweit die Sperre verhältnismäßig ist und keine berechtigten Einwendungen gegen die Forderung bestehen.

(2) Die Sperre entbindet den Kunden nicht von der Zahlung ordnungsgemäß erbrachter Leistungen. Sie darf nicht dazu führen, dass gesetzliche Mängel-, Widerrufs-, Kündigungs- oder Zurückbehaltungsrechte vereitelt werden.

(3) Bei vereinbarter Ratenzahlung werden grundsätzlich nur die jeweils fälligen Raten geschuldet. Eine Vorfälligkeit des gesamten Restbetrags tritt nur ein, wenn dies gesondert wirksam vereinbart wurde und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

17. Höhere Gewalt

(1) Kann eine Partei aufgrund eines außerhalb ihres zumutbaren Einflussbereichs liegenden, auch bei angemessener Sorgfalt nicht abwendbaren Ereignisses ihre Leistung vorübergehend nicht erbringen, ruht die betroffene Leistungspflicht für die Dauer und im Umfang der Behinderung. Die andere Partei ist unverzüglich zu informieren.

(2) Die Parteien bemühen sich um eine zumutbare Anpassung, insbesondere Ersatztermine, alternative Durchführungsformen oder eine zeitweise Unterbrechung.

(3) Ist die Leistung dauerhaft unmöglich oder dauert die Behinderung so lange an, dass einer Partei das Festhalten am Vertrag nicht mehr zugemutet werden kann, gelten die gesetzlichen Rücktritts-, Anpassungs- und Kündigungsrechte. Für nicht erbrachte Leistungen gezahlte Beträge werden erstattet; erbrachte Teilleistungen werden angemessen abgerechnet.

18. Haftung

(1) Die Anbieterin haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei Übernahme einer Garantie, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie in allen weiteren Fällen zwingender gesetzlicher Haftung.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht haftet die Anbieterin auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

(3) Im Übrigen ist die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen. Die vorstehenden Beschränkungen gelten entsprechend zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen der Anbieterin.

(4) Für Entscheidungen und Maßnahmen, die der Kunde auf Grundlage von Beratung, Coaching oder bereitgestellten Mustern trifft, bleibt der Kunde verantwortlich. Dies schränkt die Haftung der Anbieterin für eine schuldhafte Verletzung ihrer eigenen Vertragspflichten nicht ein.

(5) Für Störungen externer Dienste haftet die Anbieterin nur, soweit sie die Störung zu vertreten hat oder eine eigene vertragliche Pflicht zur Bereitstellung verletzt. Gesetzliche Rechte bei digitalen Produkten bleiben unberührt.

19. Datenschutz

(1) Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die gesonderte Datenschutzerklärung. Ihre Kenntnisnahme ist keine Einwilligung in Datenverarbeitungen, für die eine Einwilligung erforderlich ist.

(2) Soweit externe Plattformen oder Zahlungsdienstleister eingesetzt werden, gelten ergänzend deren Datenschutzhinweise. Die datenschutzrechtliche Rollenverteilung richtet sich nach der tatsächlichen Einbindung und dem jeweiligen Verkaufsmodell.

20. Widerrufsrecht für Verbraucher

(1) Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu, soweit kein gesetzlicher Ausschluss oder ein wirksames vorzeitiges Erlöschen vorliegt.

(2) Die für den konkreten Vertragsgegenstand geltende Widerrufsbelehrung und das Muster-Widerrufsformular werden vor Vertragsschluss bereitgestellt und sind als Anlagen beigefügt.

(3) Beginnt eine Dienstleistung auf ausdrückliches Verlangen des Verbrauchers vor Ablauf der Widerrufsfrist, kann bei einem späteren Widerruf Wertersatz für die bis dahin erbrachten Leistungen geschuldet sein. Das Widerrufsrecht erlischt bei einer kostenpflichtigen Dienstleistung erst nach vollständiger Vertragserfüllung und nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen.

(4) Bei nicht auf einem körperlichen Datenträger bereitgestellten digitalen Inhalten erlischt das Widerrufsrecht vorzeitig nur, wenn der Verbraucher ausdrücklich dem Beginn vor Ablauf der Widerrufsfrist zugestimmt, seine Kenntnis vom Verlust des Widerrufsrechts bestätigt und eine entsprechende Vertragsbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger erhalten hat.

(5) Bei online geschlossenen Fernabsatzverträgen kann der Widerruf zusätzlich über die in der Widerrufsbelehrung bezeichnete elektronische Widerrufsfunktion erklärt werden.

21. Beschwerden und Verbraucherstreitbeilegung

(1) Beschwerden können an folgende E-Mail-Adresse gerichtet werden: kristin.buchholtz@kristinbuchholtz.de. Die Anbieterin bemüht sich um eine zeitnahe sachliche Klärung.

(2) Die Anbieterin ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen, soweit keine gesetzliche Verpflichtung im Einzelfall besteht.

22. Rechtswahl, Gerichtsstand und Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihnen dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Staates entzogen wird, in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben.

(2) Für Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen ist – soweit gesetzlich zulässig – der Geschäftssitz der Anbieterin ausschließlicher Gerichtsstand. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.

(3) Individuelle Abreden haben Vorrang. Änderungen und Ergänzungen sollten zu Beweiszwecken in Textform dokumentiert werden. Der Vorrang mündlicher oder sonstiger Individualabreden bleibt unberührt.

(4) Sind einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder werden sie nicht Vertragsbestandteil, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen oder nicht einbezogenen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.


Anlage 1: Verbraucherinformationen und Widerrufsbelehrung

A. Verbraucherinformationen

(1) Anbieterin und Vertragspartnerin, sofern auf der Bestellseite nicht ausdrücklich eine andere Verkäuferin ausgewiesen ist: Kristin Buchholtz, Moorackerweg 13, 25885 Ahrenviöl, Telefon +49 4847 8094751, E-Mail kristin.buchholtz@kristinbuchholtz.de.

(2) Die wesentlichen Eigenschaften, der Gesamtpreis, die Zahlungsweise, Leistungszeit, Laufzeit, Kündigungsbedingungen, Zugriffsdauer und technischen Voraussetzungen ergeben sich aus der jeweiligen Produktbeschreibung und Bestellübersicht.

(3) Vertragssprache ist Deutsch. Die Vertragsbestimmungen einschließlich der AGB können vor Abgabe der Bestellung gespeichert werden. Nach Vertragsschluss wird eine Bestätigung auf einem dauerhaften Datenträger bereitgestellt.

(4) Eingabefehler können vor Abgabe der Bestellung mit den im Bestellprozess vorgesehenen Korrekturfunktionen berichtigt werden. Der Zugang der Bestellung wird elektronisch bestätigt.

(5) Der Vertragstext wird nach Vertragsschluss von der Anbieterin beziehungsweise der eingesetzten Verkaufsplattform gespeichert, soweit dies zur Vertragsabwicklung oder aufgrund gesetzlicher Aufbewahrungspflichten erforderlich ist. Ein dauerhafter Onlinezugang besteht nur, wenn dies im Bestellprozess oder Kundenkonto ausdrücklich angeboten wird. Die Vertragsbestätigung sollte vom Kunden gespeichert werden.

(6) Die Anbieterin unterwirft sich keinem besonderen Verhaltenskodex, sofern im konkreten Angebot oder Bestellprozess nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist.

(7) Für digitale Produkte gelten die gesetzlichen Mängelrechte. Für Dienstleistungen und gegebenenfalls vereinbarte Werkleistungen gelten die gesetzlichen Rechte nach Maßgabe des jeweiligen Vertragstyps.

B. Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns – Kristin Buchholtz, Moorackerweg 13, 25885 Ahrenviöl, Telefon +49 4847 8094751, E-Mail kristin.buchholtz@kristinbuchholtz.de – mittels einer eindeutigen Erklärung, zum Beispiel mit einem per Post versandten Brief oder einer E-Mail, über Ihren Entschluss informieren, diesen Vertrag zu widerrufen. Sie können das Muster-Widerrufsformular unter https://kristinbuchholtz.de/agb/Widerruf.pdf verwenden; dies ist jedoch nicht vorgeschrieben.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden beziehungsweise die elektronische Widerrufsfunktion fristgerecht nutzen.

Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, erstatten wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem Ihre Mitteilung über den Widerruf bei uns eingegangen ist. Für die Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

Haben Sie ausdrücklich verlangt, dass eine kostenpflichtige Dienstleistung bereits während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen. Dieser entspricht dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns über die Ausübung des Widerrufsrechts unterrichten, bereits erbrachten Leistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der vertraglich vorgesehenen Leistungen. Dies gilt nur, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen für Wertersatz erfüllt sind.

Bei nicht auf einem körperlichen Datenträger bereitgestellten digitalen Inhalten besteht im Fall eines wirksamen Widerrufs keine Wertersatzpflicht. Das Widerrufsrecht kann jedoch mit Beginn der Vertragserfüllung vorzeitig erlöschen, wenn Sie zuvor ausdrücklich zugestimmt haben, dass wir vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung beginnen, Sie Ihre Kenntnis vom Verlust des Widerrufsrechts bestätigt haben und Sie eine entsprechende Vertragsbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger erhalten haben.